1524 Stürmische Zeiten
«1524 Stürmische Zeiten» zum Zweiten und zum Dritten!
Zum Gedenkjahr an 500 Jahre Ittinger Sturm fand am 9. November 2024 ein Ausflug in die Kartause Ittingen statt, wo Eugen Haag die Teilnehmenden vor Ort mit der Geschichte im Bann hielt. Nicht zuletzt für die auswärtigen Mitglieder der GHGO, aber auch zur Abrundung des Rückblicks auf die Zeit vor 500 Jahren brachten uns zwei GHGO-Mitglieder die Geschichte aus zwei vollkommen verschiedenen Perspektiven nochmals näher. Dieses Mal online und zum Nachschauen!
Der Vortrag von Eugen Haag vom 12. Juni 2025 unter dem Titel «stürmische Zeiten – Ittinger Sturm – ein Aufbruch» zeigte uns, wie Missstände im Leben vieler Kleriker, die Aufweichung der Maxime einer von Gott gegebenen staatlichen Struktur und die aufkommenden humanistischen Gedanken zu klerikaler Kritik führten und wie das einfache Volk diese neuen Ideen aufnahm, um sich einerseits von ihrem bedrückenden Los als Leibeigene zu befreien und andererseits, um sich der Macht der Kirche über sie zu entledigen - es kommt schlussendlich zum Sturm der Thurgauer Bauern auf die Kartause Ittingen.
Videoaufzeichnung (Video wird bei YouTube aufgerufen!)
Der Vortrag von Christina Selberg vom 19. Juni 2025 mit dem Einladungstitel «1524 Stürmische Zeiten – aus der Sicht einer Schwyzerin» als Fortsetzung, zeigte die beiden so gegensätzlichen Lebenswelten der Ostschweiz, insbesondere der Gemeinen Herrschaft Thurgau und der Zentralschweiz, vor allem von Schwyz auf und warum die Schwyzer für ihre Lebenswelt keinen Grund zur Reformation sahen. Ganz im Gegenteil war für sie die Bewahrung ihrer Glaubenstraditionen Grund genug, Zwinglis neuer Lehre ablehnend gegenüberzustehen.
Videoaufzeichnung (Video wird bei YouTube aufgerufen!)
Eindrücklich an diesen beiden Vorträgen war nicht nur das attraktiv vorgetragene Wissen! Nein, eindrücklich ist es, dass GHGO-Mitglieder für alle übrigen Vereinsmitglieder und für weitere Interessierte sich so engagieren und zusammengetragene Geschichte teilen. Dies führte dann auch zu höchst spannenden Diskussionen im Anschluss an die Vorträge. Dabei ging es auf einmal nicht mehr nur um den Thurgau und die Zentralschweiz – auch vom Rheintal wurde berichtet.
Der GHGO-Vorstand ist begeistert, dass solche Aktivitäten möglich sind und freut sich auf weitere Initianten, die ihr Wissen oder ihre Forschungsergebnisse in geeigneter Form zu teilen bereit sind! Herzlichen Dank an Christina und Eugen für diese Beiträge!
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