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Wer kann im Blog berichten?

Der Webmaster und die anderen Vorstandsmitglieder haben Zugriff, um Blog-Beiträge zu erfassen. Beiträge können aber von jedermann einem Vorstandsmitglied zugestellt werden!

Geneal-Forum

Gut 10 Jahre nach unserem letzten Besuch im Staatsarchiv Frauenfeld, bei der uns Staatsarchiv André Salathé am 19. Mai 2012 die neue Umgebung des Staatsarchivs des Kantons Thurgau zeigte und uns durch die Innenräume führte, hiess unser Veranstaltungsort wieder: Staatsarchiv Thurgau.

Eingeladen hatte Beat Oswald, Sirnach - er arbeitet im Staatsarchiv Thurgau im Bereich Bestandesvermittlung. Mit dem Titel "Polen - Brasilien - Amerika - Drei Auswanderergeschichten aus der Familie Oswald von Oberaach TG" hat er knapp 20 Personen begrüssen und danach mit seinen Ausführungen begeistern können!

Attraktive Beteiligung

Er hat dabei lebendig, faszinierend den Beweis angetreten, dass die Aussage in der Einladung zum Treffen stimmt:
Wenn man seine Familie erforscht, so möchte man in der Regel mehr als nur eine Datenbank anlegen oder eine Stammtafel erstellen. Geburts- und Sterbejahre, die Anzahl der Kinder, Heiratsdaten und Wohnorte sind zwar alles interessante Informationen, aber letztlich ergibt das bloss eine ziemlich nüchterne und trockene Auflistung von vielleicht hunderten von Vorfahren und Anverwandten; nur eine Grabsteinsammlung - wie das eine Berufsgenealogin einmal ausdrückte.

Denn im Gegensatz dazu hat er Geschichten erzählt und diese gespickt mit Fakten in einem Nachfahren-Stammbaum, Dokumenten, Bildern und Publikationen. Einige Informationen dazu finden sich auch auf unserer Einladung.

Erinnerungsstuecke

Den Inhalt des stündigen Vortrages wiederzugeben ist nicht möglich - da hätte wohl eine Video-Aufzeichnung gemacht werden müssen. Aber einige Elemente der Aussagen von Beat Oswald während dem Vortrag sowie der nachfolgenden Sichtung einiger Quellen im Vortragsraum und auf dem Rundgang, der anschliessenden Führung durch das Staatsarchiv, sollten wir uns schon festhalten:

  • Wieso nicht die Frauenlinie erforschen? (kürzlich erschien zum Thema ein Buch)
  • Wieso nicht die vielfältigen Quellen neben den Kirchenbüchern nutzen? (Häuser / Gerichtsakten / usw.)
  • Wieso nicht einzelne Personen im Detail betrachten und deren Geschichte aufzeigen? (wie seine Beispiele!)

Die Chancen sind gross, dass damit ein Werk entsteht, das auch emotional gehaltvoll ist und die eigene Forschung (bisher vielleicht nur eine klassische und gut gefüllte Datenbank in einem genealogischen Programm) attraktiv ergänzt! Also schaut mal beim Staatsarchiv in der von euch erforschten Region vorbei, was es dort alles gibt!

 Weitere Quellen

Nach dem Vortrag ging es durch die verschiedenen Räumlichkeiten des Staatsarchives Thurgau und alle Teilnehmenden an diesem Rundgang waren von der Menge an Archivgut beeindruckt. Allerdings nicht nur davon, sondern auch von den verschiedenen Arbeiten und der dazu verwendeten Infrastruktur!

Es war ein hervorragender Anlass! Vielen herzlichen Dank an Beat Oswald, der uns dieses Erlebnis ermöglicht hat und einen Einblick in seine besondere Forschung gegeben hat.

Wer noch etwas mehr zum Staatsarchiv erfahren will:
auf der Webseite gibt es interessante Informationen - wie z.B. die Ansichtskartensammlung

Unser Ehrenmitglied und aktueller Vizepräsident, Wolf Seelentag, trat vor 35 Jahren der GHGO bei - seit 1993 ist er ein sehr aktives und mehr als nur hilfsbereites Vorstandsmitglied. Seine grossen Leistungen rund um die Genealogie führten nun dazu, dass er durch die Deutsche Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände e. V. (DAGV) als verdienter Genealoge geehrt wurde!

Wir freuen uns mit Wolf über die Wertschätzung und sind stolz, ihn in unserem Vorstand zu haben!

Übersicht der diesjährigen Ehrungen der DAGV

Ehrung Wolf Seelentag

Wolf Seelentag Vizepraesident

Telegramm zur HV 2022:

  • 22 Teilnehmende, wovon 1 Gast
  • Alle Anträge wurden angenommen
  • Trotz Statutenänderungen und Wahlen dauerte die HV nur eine Stunde
  • Einnahmen-Überschuss von gut 1,300.00 CHF
  • Mitglieder-Rückgang von 133 auf 125, wovon 5 Personen wegen nicht-Bezahlung des Beitrages über zwei Jahre
  • Statutenänderungen als Basis für eine neue Flexibilität verabschiedet
  • Vereinsjahr entspricht neu dem Kalenderjahr
  • Für das verlängerte Vereinsjahr (01.07.2022-31.12.2023) muss nur ein Mitgliederbeitrag beglichen werden
  • Auch im neuen Budget sind Mittel für die Bearbeitung genealogischer Nachlässe verfügbar
  • Thomas Graf als Aktuar gewählt
  • Philipp Brühwiler (bisher Revisor) als Kassier gewählt
  • Albert Walder als Genealogie-Treff-Verantwortlicher gewählt
  • Rolf Stadelmann als Revisor gewählt
  • Primo Facci als Revisor gewählt
  • Genealogie-Treff und GHGO-Online bleiben fixe Bestandteile des Jahresprogrammes
  • Übrige Aktivitäten werden laufend ins Jahresprogramm aufgenommen und angekündigt (Mitglieder - natürlich inklusive der Vorstands-Mitglieder - sind aufgerufen Ideen laufend einzubringen und Anlässe durchzuführen oder zu organisieren; natürlich mit Unterstützung des Vorstandes)
  • Göpf Forster (bisheriger Genealogie-Treff-Verantwortlicher und Gastgeber im FHC in St. Gallen-Winkeln) sowie Ken Doerig (bisher Revisor) wurden verabschiedet
  • Mithilfe bei Projekten ist weiterhin erwünscht - gemeinsame Aktivitäten stärken auch den Verein
  • Eine neue Webseite befindet sich in Entwicklung und sollte baldmöglichst die bestehende Seite ablösen
  • Anschliessend fanden bei Kaffee und Kuchen angeregte Diskussionen und Unterhaltungen statt

Gedanken rund um dasjenige zwischen den Zeilen:
Die GHGO befindet sich wohl auf einem guten Weg. Neue Vorstandsmitglieder haben das Durchschnittsalter im Vorstand deutlich gesenkt. Wenn wir nun auch noch jüngere Mitglieder für die Ausübung der Hobbies Familiengeschichtsforschung in unserem Verein bewegen können, dann könnte auch dort durch diesen Mitgliederzuwachs eine Senkung des Durchschnittsalters herbeigeführt werden - und dies wäre für die Entwicklung unseres Vereins wohl sehr förderlich. Unser Gast, Ursula Simmerle von der IGAL, hat es auf den Punkt gebracht: wir müssen sichtbarer werden! Wenn dies auf unserer Seite des Rheins in den Medien auch deutlich schwieriger ist, so sollten wir doch mit offenen Augen nach Möglichkeiten Ausschau halten! Wieso nicht einmal bei einer Ausstellung mit präsent sein - wir sind ja in den Kantonen AI, AR, SG + TG zuhause und können da doch auch in Erscheinung treten; vorzugsweise an publikumswirksamen Ereignissen. Der Vorstand nimmt Ideen gerne entgegen.

 HV 2022 Praesenzkontrolle
Präsenzkontrolle wird vervollständigt
 HV 2022 Start
Die Stimmenberechtigten werden gezählt - dann kann es losgehen

Der Frühlingsausflug 2022 führte nach Islikon TG. Bei schönstem Wetter fanden total 22 Personen den Weg nach Islikon TG und zum Treffen der GHGO! Bei hervorragendem Wetter startete nach dem Kaffee-Treff das Programm mit der "Führung Greuterhof" mit Heinz Böckli. Der Mittagslunch wurde bei traumhaftem Wetter draussen vor dem Restaurant Schmitte genossen. Dort gab es dann auch ein paar Informationen zur Zukunft der GHGO bevor es dann zur Führung im Museum Telephonica ging. Abschliessend genossen etliche der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nochmals eine kurze Pause im "Garten" vor dem Restaurant Schmitte bevor es wieder nach Hause ging. Der ganze Anlass wurde von unserem Mitglied Eugen Haag organisiert und - das sei verraten - es gab nur zufriedene Gesichter an diesem Anlass!

Der "Greuterhof" in Islikon - Ein Baudenkmal aus der Frühzeit der Industrialisierung
So lautet die Überschrift in der Broschüre herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Stiftung Greuterhof Islikon, Islikon (ehemals Stiftung Bernhard Greuter für Berufsinformation) und der Denkmalpflege des Kantons Thurgau, Frauenfeld (ISBN 3-85782-797-1 / ISBN 978-3-85782-797-6).
Lebendig, faszinierend und einwandfrei informierend brachte Heinz Böckli die Geschichte näher und er führte dabei rund ums und ins Gebäude. Sehr eindrücklich wurde das Werk vom Erbauer Bernhard Greuter (1745-1822) und sein fortschrittliches und zukunftsorientiertes Pionierunternehmertum, aber auch die unermüdlichen Bemühungen des Isliker Unternehmers Hans Jossi (1928-2004) vorgestellt. Die Führung im Seminar- und Kulturzentrum endete dann mit einem weiteren Höhepunkt - der Darbietung eines Werkes des Thurgauer Mundart-Dichters Alfred Huggenberger.
LINK: https://www.greuterhof.ch/

01 Greuterhof 02 Greuterhof 03 Greuterhof 
04 Greuterhof 05 Greuterhof  06 Greuterhof 


Kommunikation und deren Instrumente
Die Ausflugsgäste der GHGO wurden nach dem Mittagessen in zwei Gruppen aufgeteilt und durch Fredy Neff und Emil Sigg, beide vom Stiftungsrat der Stiftung Telephonica durch die Ausstellung geführt, die folgende thematischen Inseln abdeckt:
Telegraphie, Telefonie in der Schweiz, Glasfasertechnik, Exoten, Fernschreiber, Fax und Bildtelefon, Tauchertelefon, Notruf, Anrufbeantworter, Kassierstationen, Militär, Mobiltelefonie, Vermittlung, Bergwerkstelefonie. Und da war auch noch eine Sprachaufzeichnungsanlage der Notfallorganisationen des Kantons Thurgau, zu der auch unser Mitglied Adam Bischof eine Geschichte zu erzählen hatte.
Eine höchst interessante Führung, bei der förmlich zu erleben war, wie schnell doch die technologische Entwicklung vonstatten ging!
LINK: https://www.telephonica.ch/

11 Telephonica 12 Telephonica 
13 Telephonica 14 Telephonica

 

Informationen zur Zukunft der GHGO
Während der Mittagspause gab es auch noch eine Information zur Zukunft der GHGO, nachdem in den letzten Monaten doch ernsthaft darüber berichtet werden musste. Die aktiv am Anlass teilnehmenden Personen sollten als erste davon hören:

  • Der Vorstand kann an der nächsten Hauptversammlung, die am 20. August 2022 stattfinden wird, wieder aufgestockt werden. Es wird ein Kassier und auch ein Aktuar gewählt werden können.
  • Das Vereinsjahr wird zukünftig dem Kalenderjahr entsprechen - vom 1. Juli 2022 bis am 31. Dezember 2023 gibt es ein 1 1/2 jähriges Vereinsjahr - und trotzdem mit nur einfachem Jahresbeitrag.
  • Anstelle des im voraus definierten Jahresprogrammes werden zukünftig nur die regelmässigen Anlässe wie GHGO-Online und Genealogie-Treff fix im Jahresprogramm enthalten sein. Die übrigen Anlässe (und die soll es auch weiterhin geben), werden dann angekündigt, wenn ein Anlass von einem Mitglied durchgeführt oder mit einem externen Referenten organisiert und durchgeführt wird. Diese Anlässe werden zukünftig per Newsletter angekündigt, welches die Rundschreiben ablöst.
  • Auf dem Weg über Newsletter sollen dann auch die GHGO-Online-Zugangsdaten den Mitgliedern mitgeteilt werden, so dass es nicht mehr Vorbedingung ist, dass man im GHGO-CHAT aktiv ist, um diese für die Teilnahme erforderlichen Daten zu erhalten.
  • Die detaillierten Informationen, wie auch die erforderlichen Anpassungen der Statuten werden rechtzeitig vor der Hauptversammlung allen Mitgliedern mitgeteilt.

Vom 1.-3. April 2022 feierte die IGAL (Interessengemeinschaft Ahnenforscher Ländle) in Lustenau ihr 20-jähriges Bestehen. Als befreundete, benachbarte genealogisch tätige Organisation nahmen wir von der GHGO die Einladung natürlich gerne an, an diesem Anlass mitzuwirken. Da es dazu immer wieder Fragen gibt, entschieden wir uns für eine "Auskunftsstelle zur Ahnenforschung in der Schweiz".

Verschiedene Vereinsmitglieder vertraten uns im Reichshofsaal in Lustenau vom Freitag bis am Sonntag und standen dort Red und Antwort zu jegwelchen Fragen zur Genealogie in der Schweiz. Zur klaren Erkennbarkeit liessen wir auf einem grösseren Bildschirm eine Präsentation zum Thema laufen, die dann auch als Magnet für diejenigen Leute diente, die Fragen zu Vorfahren in der Schweiz hatten. Interessante Diskussionen und Fragestellungen sorgten für abwechslungsreiche Tage bei unseren Freunden. Dass dann Wolf Seelentag auch noch einen Kurzvortrag über das Geneal-Forum halten konnte - half der Organisation bei einem krankheitshalber ausgefallenen Gastreferenten.

Natürlich wollen wir die für den Anlass aufbereiteten Informationen niemandem vorenthalten - weshalb wir sie hier zur Verfügung stellen:
Präsentation "Ahnenforschung in der Schweiz".

Parallel haben wir eine von unserer Webseite losgelöste Einzelseite mit wertvollen Links erstellt. Diese Seite kann, wie darauf erwähnt, lokal gespeichert und dann auch vom eigenen PC aus genutzt werden. Selbstverständlich führen wir die Liste auch nach, wenn uns dazu wertvolle Links gemeldet werden!
https://www.ghgo.ch/ch.html führt zur Linksammlung "Genealogie in der Schweiz".

Aktuell sind wir noch mit etlichen Recherchen beschäftigt, zu denen uns in Lustenau der Ball zugespielt wurde. Doch die Geduld der Nachfragenden soll dann in den nächsten Wochen auch belohnt werden können!

Abschliessend gibt's hier noch ein paar Eindrücke zu unserer Teilnahme am Jubiläumsanlass der IGAL in Lustenau.

  • Start am Freitag
    Start am Freitag

    Übersicht über einen grossen Teil der Ausstellung - oben links sind bei der diskutierenden Gruppe auch unsere Standvertreter vom Freitag, Philipp Brühwiler und Albert Seitz dabei!

  • Beratungen sind willkommen
    Beratungen sind willkommen

    Bei ansprechendem Besucherstrom ist die Beratung immer wieder willkommen - hier ist unser Vizepräsident Wolf Seelentag in ein Gespräch vertieft.

  • Diskussionen rund herum
    Diskussionen rund herum

    Erläuert, fachgesimpelt und diskutiert wird überall - an unserem Tisch sind Dani Stieger, Wolf Seelentag und Heinz Riedener erkennbar!

  • Geneal-Forum wird nähergebracht
    Geneal-Forum wird nähergebracht

    Natürlich sprang Wolf Seelentag sofort ein, als ein anderer Vortrag wegen Krankheit des Referenten ausgefallen ist. Er hat das Geneal-Forum erläutert und ist dabei auf offene Ohren gestossen.

  • Recherchen und Tests
    Recherchen und Tests

    Ruhige Minuten - "ohne Zuschauerfragen" - werden für andere Arbeiten wie Recherchen und Tests genutzt. Sind wir doch parallel am Publizieren von Auer Familien aus dem Nachlass von Ulrich Zoller.

  • Auch am Sonntag ist es interessant
    Auch am Sonntag ist es interessant

    Markus Frick und Albert Seitz schauen angespannt, was Heinz Riedener gerade am Recherchieren ist. Und alle drei sind in den Startlöchern für Ausstellungs-Besucher mit Fragen zur Familiengeschichtsforschung in der Schweiz.

  • Es muss wohl interessant sein ...
    Es muss wohl interessant sein ...

    Offenbar ist es für die Anwesenden alles andere als langweilig!

 

Benno Hägeli öffnete uns die Augen

Nach Anlässen in den Jahren 2016 und 2018 genossen knapp 20 Personen an einem schönen Samstag einen weiteren Anlass mit Benno Hägeli und dabei ganz besondere Einsichten! Ja, wir sahen Dinge, die wir wohl schon oft übersehen haben. Aber nicht nur das! Im Rahmen des heraldischen Spazierganges durch den Stiftsbezirk St. Gallen bekamen wir auch geschichtsträchtige Kunstwerke zu sehen - denke ich nur an die barocken Sekretäre.

Einen solchen Rundgang kann man nicht in wenigen Worten zusammenfassen - den muss man wirklich erlebt haben! Da folgt man dann auch den unterschiedlichsten Herleitungen und Interpretationen. Und trotzdem ist nicht alles klar - es bleiben wohl immer offene Fragen. Allenfalls macht aber genau das die Forschung ja so attraktiv? Allenfalls verwirrt punktuell die künstlerische Freiheit der Darstellung, weil etwas dann doch wieder anders als erwartet abgebildet ist - aber auch das gehört dazu. So sahen wir im Musikzimmer des Dekanatsflügels auf zwei Tafeln die Wappen aller St. Galler Fürstabte - angefangen mit Gallus, obwohl er ja kein Abt war und als Einsiedler auch kein Wappen führte. Kurzerhand wurde er zum Sohn eines schottischen Königs erklärt - und ganz oben auf der Tafel prangt das Wappen der schottischen Könige.

Ebenso gehörte zum Anlass auch die Möglichkeit einen abgebildeten Knoten nachzubilden.

Stiftbezirk 02

Wir wurden auch von Nicole Schilling von der Bischöflichen Kanzlei begleitet, die uns auch Türen öffnete, die ansonsten wohl für uns verschlossen bleiben! Dazu waren diverse Treppen zu überwinden, um immer wieder interessante Objekte zu bestaunen.

Hier einige Eindrücke zum Anlass (mit der Maus über das Bild fahren, um den Wechsler kurz zu stoppen):
Wikipedia Wappen Schottlands

  • Stiftbezirk
  • Stiftbezirk
  • Stiftbezirk
  • Stiftbezirk
  • Stiftbezirk
  • Stiftbezirk
  • Stiftbezirk
  • Stiftbezirk

Und abschliessend noch die offene Frage zum Brunnen im Klosterhof, der offenbar auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken kann. Er stammt von 1683 und diente offenbar während der Jahre 1795-1797 als Rednerbühne. Was bedeuten dort wohl die Abkürzungen bei der Beschriftung mit dem Erbauungsjahr und was die Symbole, die ebenfalls dort erkennbar sind?

Stiftbezirk Brunnen 1

 

Stiftbezirk Brunnen 2

Es war erfreulich, dass wieder einmal ein Anlass mit einer guten Beteiligung durchgeführt werden konnte und das lag sicher nicht nur daran, dass der Referent am Schluss des Anlasses zu Kaffee und Apfelfladen eingeladen hat. Herzlichen Dank für die höchst informative Führung und die tolle Gastfreundschaft im Stiftsbezirk St. Gallen!


Im Rahmen der Begrüssung der Teilnehmenden ging Wolf Seelentag auf den Krieg in der Ukraine und das daraus entstehende Elend der Flüchtenden (innerhalb und ausserhalb der Ukraine) ein. So haben auch Mitglieder der GHGO Kontakt zu einem Familienforscher in der Ukraine mit Schweizer Vorfahren (Keller von Kirchberg SG). Der Referent entschloss sich deswegen, sein Honorar für die Flüchtlingshilfe zu spenden. Wenn auch Sie helfen wollen, ist eine Spende bei einer der üblichen Hilfsorganisationen sicher willkommen.

Kurztelegramm:
Aktive Teilnahme verschiedener Mitglieder. Erstmals einen Gast im GHGO-ONLINE (aus Texas) - ein paar Stunden später war sie kein Gast mehr, sondern Mitglied. Interessanter Austausch von Informationen. Gemeinsame Betrachtung von Suchen in den verschiedenen Archiven. Demonstrationen einzelner Schritte bei der Archivplansuche. Fragen und Antworten.


Man unterhielt sich, stelle Fragen und bekam Antworten. Dabei waren verschiedene Tipps zu den Möglichkeiten der Suche in Archiven - wie z.B.  Archivplansuche Stiftsarchiv 04FEB2022 090922


Besonders war, dass ein Gast an diesem GHGO-ONLINE Treffen teilgenommen hat. Erstmals! Diese Option scheint geeignet zu sein, um uns bei der Diskussion und beim Austausch zu erleben. Und wenn die Aktion innerhalb weniger Stunden zu einem Beitritt führt, dann sollten wir uns diese Möglichkeit auch für die Zukunft offenhalten. Es könnte sogar die Frage hochkommen, ob wir verschiedene Varianten unserer Online-Treffen anbieten sollten? Auch darüber können wir uns bei Gelegenheit an einem Treffen unterhalten.

ghgo online zoom

Online ReferatEin Rezept könnte so beginnen: Man nehme etwas Altes und man nehme etwas Neues ...

Fast so: Man nehme einen Vortrag, der wirklich gehalten werden wollte und berücksichtige die Rahmenbedingungen. Dazu nehme man dann die Technik, um die Interessierten trotzdem zu erreichen - auch, wenn man sich nicht gemeinsam in einem Raum treffen sollte! Und schon hat man die Chance den Vortrag zu verfolgen und einen Online-Anlass als Prototypen durchzuführen.

Eugen Haag war der Referent, der zum Thema

Die Offnung von Uesslingen für das Ittingeramt aus dem Jahr 1420 aus der Sicht eines Genealogen

referiert. Und als der Technik-Verantwortliche ihm auch das Mikrophon richtig öffnete, war er für die Zuhörerschaft auch zu hören. Gleich sofort gab es Fakten und Informationen, die nicht rundherum schon bekannt waren. Aber davon reden wir hier jetzt nicht - denn der Vortrag kann auf online angeschaut werden:

Videoaufzeichnung
(Es handelt sich hier um einen Link der zu YouTube führt!)

Damit können auch diejenigen, die nicht "live" teilnehmen konnten, die Informationen "aus der Konserve" beziehen!


Aufruf an die Leserschaft:
Wenn jemand auch ein interessantes Thema hat, das er oder sie bekanntmachen will - dann setzt euch doch mit uns in Verbindung. Wir organisieren für unsere Mitglieder und für Dritte Vortragsanlässe, die bei physischen Treffen stattfinden und solche, die wir vorgängig aufzeichnen oder live online ausstrahlen. Ebenso freuen wir uns darüber, wenn jemand bei uns mitmachen will - ob als Mitglied oder gar im Vorstand!

Telegramm zur HV 2021:GHGO HV 2021 1

  • Versammlung fand wieder physisch statt
  • 22 Anmeldungen - 20 Teilnehmer
  • Alle Anträge wurden einstimmig angenommen
  • Präsident Markus Frick schaffte einen neuen Rekord
  • Knapp 2,300.00 CHF Einnahmenüberschuss statt 1,375.00 CHF Ausgabenüberschuss
  • Mitgliederzuwachs von 130 auf 133 Mitglieder
  • Gleichbleibende Mitgliederbeiträge
  • Nicole Stadelmann hat ihr Amt im Vorstand wegen der Übernahme erweiterter Aufgaben im Stadtarchiv zur Verfügung gestellt. Für die tolle Zusammenarbeit und die von ihr geleistete Arbeit wurde ihr gedankt.
  • Sie brachte erfreulicherweise mit Maya Zellweger selber die Nachfolgerin
  • Maya wurde mit grossem Applaus in den Vorstand gewählt
  • Der Rest des Vorstandes wurde in globo für eine weitere Amtsdauer bestätigt
  • Das Jahresprogramm wird rechtzeitig publiziert

Und nun die kritische Betrachtung:

Markus Frick hat in seinem Jahresbericht diese Frage an die nicht anwesenden Vereinsmitglieder gestellt: Was leisten die Mitglieder für den Verein. Mehr Beteiligung der Mitglieder in Projekten wäre mehr als nur wünschenswert. Ebenso das Mitmachen im Vorstand. Nach wie vor ist das Amt des Kassiers verfügbar - und die Arbeit ist nicht riesig! Es gäbe aber auch noch andere Aufgaben - für die man nicht Vorstandsmitglied sein müsste. So zum Beispiel das Erstellen und der Versand der Rundschreiben. Vielleicht sollten wir beide Sichten zulassen:

  1. Was macht der Verein für mich?
  2. Was kann ich für den Verein tun?

Anschliessend an die speditiv abgehaltene Versammlung gab es Kaffee und Kuche - und ganz lebendige Diskussionen zwischen den Anwesenden. Ebenso wurden Fragen zur Ahnenforscher-Programmen behandelt und verschiedene Lösungsansätze diskutiert. Allenfalls wäre es an der Zeit für einen IT-Workshop "Wie finde ich das richtige Programm für die Erfassung meiner erforschten Daten?". Zum Beispiel mit der Migration von erforschten Daten vom einen Programm in ein anderes?

GHGO HV 2021 2

Die GHGO-ONLINE Zoom-Session vom 4. November 2021 war wieder einmal gut besucht und auch sehr vielfältig und lebendig! Als Moderator hat's Spass gemacht - und gelernt werden konnte ja auch wieder etwas.daten im archiv

Zuerst zu den Themen - hier weder vollständig noch unbedingt in der richtigen Reihenfolge wiedergegeben:

  • Wie forscht man im Tessin - hat jemand Erfahrung?
  • Ortsbürger-Organisation und was sie bewegen und was sie bewegt!
  • Wie soll man in Italien forschen, wenn man weder die Sprache noch die alten Schriften beherrscht?
  • Es ist eindrücklich, wie gut der Austausch mit neuen Ländern in entsprechenden Facebook-Gruppen funktioniert - da antworten sogar Leute in deutsch, die unsere Sprache nicht kennen!
  • Und Fragen zur Kirchengenössigkeit kann man im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) ebenfalls finden - einfach nach den Ortschaften suchen auf https://hls-dhs-dss.ch - denn bei dieser Quelle gibt es nicht nur das Familiennamenbuch! Sehr oft findet man übrigens auch Hinweise zur früheren und jetzigen Kirchensîtuation auf den Webseiten der Gemeinden.
  • Dann war da auf einmal auch noch der Kanton Aargau im Fokus - halt eben ein unterhaltsamer, gemütlicher Online-Treff!

Danke an alle, die mitgemacht haben - von euch leben solche Gefässe; auch diejenigen, bei denen man gemütlich in der warmen Stube sitzen kann!

 

daten auf dem stick

Fassade

Das Reisebüro wurde am 02.10.2021 in Kaltbrunn eröffnet - es war früher als "Ortsmuseum Kaltbrunn" bekannt. Konsequenterweise können auch keine aktuellen Reisen gebucht werden - nur Zeitreisen in die Vergangenheit. Warum also der Name? Neu widmet sich das Museum als Schwerpunkt dem Thema Migration, also Auswanderung (speziell im 18./19. Jhdt. war die Schweiz ein Auswanderungsland) ebenso wie Einwanderung (z.B. im Zusammenhang mit dem Bau des Rickentunnels). Es müssen aber nicht unbedingt ferne Welten sein - so wurde der Schreibende von Peter Brunner in seiner Eröffnungsansprache namentlich als Binnenmigrant aus St.Gallen erwähnt ;-). Vor dem Haus konnte man sich im Festzelt verköstigen und neue Bekanntschaften knüpfen. Zwischendurch wurden die zahlreichen Anwesenden vom Jodlerclub Heimelig und dem Musikverein Eintracht unterhalten. Aber natürlich standen das Haus und die neugestaltete Ausstellung im Vordergrund.

Das Haus wird 1568 erstmals urkundlich erwähnt und ist bis auf einen gut integrierten Anbau aus Mitte des 18. Jahrhunderts weitgehend im Originalzustand erhalten geblieben - obwohl es bis 1993 noch bewohnt war. Schliesslich wurde es von der Gemeinde Kaltbrunn erworben und das Ortsmuseum konnte hier einziehen.

Dem Schwerpunktthema entsprechend finden sich im Erdgeschoss ein Zimmer zu den Hintergründen der Auswanderungswellen im 19. Jhdt. Ein weiteres Zimmer stellt bekannte Auswanderer aus der Region mit Kurzbiographien vor. Durch einen Korridor mit Hinweisen auf die Unsicherheiten, die Auswanderer geplagt haben müssen, geht es zur Treppe. Im 1. Stock kommt man durch einen Raum, der nachempfindet, wie Auswanderer nach Amerika auf dem Schiff untergebracht waren, zur medizinischen Einwanderungskontrolle in Ellis Island (New York). Im Dachgeschoss befindet sich die Sonderausstellung zum Zeichner Ferdinand Arnold Brader: auf Reproduktionen von sieben seiner Zeichnungen kann bewundert werden, mit welcher Detailversessenheit der ausgewanderte Kaltbrunner gearbeitet hat. Beispiele können auch auf http://www.braderexhibit.com/ angeschaut werden.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Einweihung der Bronzeskulptur "Nest" der Steinbildhauerin Irene Thoma, die zwar in St.Gallen wohnt und arbeitet, aber Kaltbrunner Bürgerin ist. Das Nest versinnbildlicht die Geborgenheit in der Heimat bzw. durch die Verbindung zur Heimat auch nach einer Auswanderung.

Brader Ausstellung

Besuch Museum Heiden mit Biographien von "Indiengängern" aus der Ostschweiz, Mittagessen und Dorfführung

oder: ein verschobener Frühlingsausflug!

 

Heiden Fuehrung 1

Unsere noch-Aktuarin Nicole Stadelmann hat ganze Arbeit geleistet! Nicht nur, dass sie einen höchst interessanten und abwechslungsreichen verschobenen Frühlingsausflug einwandfrei vorbereitet hat! Nein, sie hat auch noch für gutes Wetter gesorgt.

Der Anlass startete im Museum Heiden, wo Marcel Zünd, Museumsleiter, die überschaubare Gruppe begrüsste. Dann startete der Rundgang mit einer Kurzführung durch die Exponate im Bereich "Wohnkultur 18./19. Jahrhundert". Weiter ging es zum Teil "Zimmermann" der Sonderausstellung mit vielen Photographien. Es folgt der naturhistorische Bereich. Mineralien und ausgestopfte Tiere des 19. Jahrhunderts. Dazu kamen dann auch exotische Tiere (Gürteltier, Pinguin und weitere) und ethnographische Exponate wie aus den Sammlungen der vier "Auswanderer": zu den Gebrüdern Küng und Johann Conrad Sonderegger sind dort ebenfalls Tafeln in einem extra Raum ausgestellt. Marcel Zünd berichtete über viele interessante Details - nicht nur zu den Lebensgeschichten der drei Personen, sondern z.B. auch über den Versuch, hier eine Maulbeerbaum-Plantage zur Seidenraupen-Zucht zu betreiben. Nur zwei der vier Personen kamen in die Schweiz zurück - einer wurde in Indonesien Opfer eines Raubmords, einer verstarb auf dem Heimweg in Amsterdam vermutlich an den Folgen von Malaria. Die beiden Heimkehrer haben aber nie mehr richtig Kontakt zu den Einheimischen gefunden und lebten eher abgeschieden.

Heiden Museum 1

Heiden Museum 2

Heiden Museum 3

 

Zur Erholung machte die Gruppe die Mittagessen-Pause in der Linde in Heiden, bevor es dann zur Dorfführung ging.

Heiden Mittagessen

1838 war der Dorfkern praktisch komplett abgebrannt. Innerhalb von zwei Jahren wurden 58 Häuser nach einem regelmässigen, klassizistisch-biedermeierlichen Plan neu gebaut. Ein einziges Haus hatte den Brand überstanden. Die Mär dazu ist, dass der Wirt im Weinkeller so viel Wasser hatte, dass das Haus einfach nicht brennen wollte. Wahrscheinlicher könnte sein, dass auch der Gemeindammann dort gewohnt hat und die Feuerwehr in erster Linie die ganzen bei ihm gelagerten Verwaltungsakten retten wollte - erfolgreich: das einzige Haus, das nicht genau auf einer Fluchtlinie steht.

Beim Rundgang wurde natürlich auch das Dunant-Denkmal beim Kurpark besucht und von dort der Ausblick auf den Bodensee genossen. Kuren war eine wichtige Einnahmequelle - an einem Berliner Bahnhof soll sogar ein Zug mit "Berlin - Heiden" angeschrieben gewesen sein.

Schlusspunkt war ein Besuch der Kirche, die nach 1838 neu gebaut wurde und 1936 schon wieder komplett abgebrannt ist. Die Gemeinde hatte beschlossen, das damals vorgeschriebene Munitionslager im Dachgeschoss der Kirche unterzubringen. Dummerweise flog am 1. August ein Feuerwerkskörper dort durchs Fenster. Der Lehrer der Führerin war damals ein Kind und erinnert sich, dass sein Vater beim Knall gesagt haben soll "dieses Mal übertreiben sie es aber mit der 1. August-Klöpferei".

Heiden Fuehrung 2

 

Heiden Fuehrung 3

Online-Vortrag von Prof. Ernst Hafen

Genome meets iPhone – DNA Verwandte, Genealogie und das Geschäft mit Daten

Die GHGO probierte etwas Neues! Bereits am 25. April 2020 war das Thema als Vortragsanlass geplant. Die damaligen Rahmenbedingungen verunmöglichten die Durchführung eines Präsenzanlasses. Also wurde ein neuer Anlasstermin auf den 6. Februar 2021 vereinbart. Da zu diesem Zeitpunkt ein Treffen wieder nicht möglich war und es nicht nochmals verschoben werden sollte, wurde das Thema online behandelt.

DNA Inhalt

Ein sehr komplexes Thema, das von Ernst Hafen sehr anschaulich vorgetragen wurde. Dabei konnte die Zuhörerschaft feststellen, dass da viel Herzblut mit dabei ist! Kurz ein paar aus dem Zusammenhang gerissene Fakten:

  • 6 Milliarden Basenpaare in der DNA-Helix im Kern jeder einzelnen Zelle
  • Gesamtlänge der DNA-Helix: 2 Meter, aufgerollt in jeder einzelnen Zelle mit einem Durchmesser von nur Bruchteilen eines Millimeters
  • Mutter und Vater geben jeweils nur eines der 23 Chromosomenpaare an die Nachkommen weiter
  • Welches Chromosom wir von Vater und Mutter erhalten, ist zufällig – es gibt ungefähr 70 x 1012 Möglichkeiten

Das nehmen wir als Argumentarium, dass wir in diesem Blog-Beitrag keine qualifizierte Zusammenfassung des Referates anbieten – weil wir dazu schlichtweg nicht in der Lage sind!

Aber wir bieten folgende Möglichkeiten an:

  • Schauen Sie sich die Aufzeichnung des Referates an – Dauer cirka 75 Minuten:
    Video-Aufzeichnung
  • Betrachten Sie die Präsentation zum Vortrag in aller Ruhe – 32 Seiten:
    Präsentation
  • Zum Thema war am 1. Dezember 2018 an der ETHZ ein Workshop organisiert worden, der in unserem damaligen Blog kurz zusammengefasst wurde – mit Links zu damaligen, heute aber immer noch aktuellen Vorträgen
    GHGO-Blog vom 1. Dezember 2018

Übrigens:
Dieser Anlass war nicht an eine Mitgliedschaft bei der GHGO gebunden! Wer sich für die Familienforschung interessiert, kann uns auch kontaktieren, wenn noch keine Mitgliedschaft besteht – aber wir freuen uns auch über Beitritte zu unserer Organisation!

 
 
 
 

Das Staatsarchiv St. Gallen hat einen Flyer erstellt:

  • Auf der einen Seite "Dokumente, Register, Archivalien. - Das Angebot im Staatsarchiv."
  • Auf der anderen Seite "Gesichter & Geschichten. - Aus dem Staatsarchiv."


Gesichter & Geschichten

Da habe ich doch als ersten Schritt bei "Gesichter & Geschichten" reingeschaut und war ziemlich überrascht, als ich den ersten Artikel "Back to the roots!" gelesen habe. Ein Erlebnis, das ich im März 2020 hatte. Da fand ich doch im Bürgerregister von Untereggen SG eine Anna Maria Paulina Riedener und einen Bruder Johann Baptist Riedener - beide geboren am 24. Dezember 1883. Allerdings war der Eintrag von Anna Maria Paulina durchgestrichen! Was war da los? Vom Staatsarchiv St. Gallen erhielt ich dann Ausschnittkopien aus den Geburtsregistern - und die ganze Geschichte dazu. Aktuell sogar noch im erwähnten Flyer!

StASG Geschichte

Diese und etliche weitere Kurzberichte zu "Gesichter & Geschichten" finden sich natürlich auf der Webseite des Staatsarchivs unter dem Link "Historische Einblicke" bei "Gesichter & Geschichten". Reinschauen lohnt sich!

 

Dokumente, Register, Archivalien

Mit einer höchst attraktiven Übersicht macht das Staatsarchiv transparent, was es dort alles gibt. Der Inhalt dieses Leporello (Faltbuch) ist ebenfalls auf der Webseite des Staatsarchivs zu finden. Abgebildet sind alle Kategorien an Dokumenten, Registern und Archivalien wie auch deklariert ist, wer dazu individuelle Recherchen macht oder Suchaufträge erteilt. Das Ganze gibt einen interessanten Gesamtüberblick. Insbesondere die Inhalte können auch uns Familiengeschichtsforschern bewusst machen, dass es nicht nur Kirchenbücher und Familienregister gibt!

Staatsarchiv Leporello

Auch hier gilt: reinschauen lohnt sich. Auf der Webseite "Wer bei uns was findet" ist die Übersicht abgebildet und wenn man daraufklickt, dann bekommt man die Ansicht sogar in Bildschirmgrösse angezeigt.

 

Alles Gute

Wenn ich schon mit einer Geschichte zu Weihnachten 1883 begonnen habe, dann darf ich auch damit schliessen, dass ich einen geruhsamen Jahresausklang wünsche, einen guten Übergang in ein hoffentlich bald wieder "normaleres" Neues Jahr, an dem wir uns hoffentlich auch wieder zu Vereinsanlässen persönlich treffen können! Alles Gute und bleibt gesund!

Euer Heinz Riedener

 
 

Mit dem neuen Format "GHGO-ONLINE" haben wir unser Angebot an unsere Mitglieder erweitert!

Neben den Vortrags- und Besichtigungsanlässen, die ja seit dem letzten Frühling teilweise abgesagt werden mussten, wurde das bisherige Zusatzangebot

  • GHGO-CHAT
    Der thematisch gegliederte Chat-Raum nur für Mitglieder, der jederzeit genutzt werden kann
  • Genealogie-Treff
    Das monatliche physische Treffen, das hauptsächlich zu Forschungszwecken genutzt wird und nicht nur den Mitgliedern zur Verfügung steht

ergänzt mit

  • GHGO-ONLINE
    Einem monatlichen Online-Treffen in einer Video-Konferenz


GHGO ONLINE 1
    
Eine Momentaufnahme während der ersten GHGO-ONLINE Video-Konferenz

 

Für dieses neue Angebot können wie auch für den Genealogie-Treff Themen gewünscht werden, die dann anlässlich der Treffen erläutert werden. Wird eine Präsentation erstellt, so soll diese im Normalfall auch mit einem Blog-Beitrag allen Mitgliedern und Webseiten-Besuchern zur Verfügung gestellt werden.

 

Was könnte nun der Grund sein, dass wieder einmal über die monatlichen Genealogie-Treffen berichtet wird?

 

  • Erstens die klare Aussage: es geht!
    Wir können in den Räumlichkeiten in Winkeln auch in diesen schwierigen Zeiten die notwendigen und vernünftigen Massnahmen einhalten.
  • Zweitens: die Beteiligung spricht dafür!
    Vor einem Monat waren 7 Personen (wovon 2 Gäste) anwesend.
    Heute waren 8 Personen (wovon 1 Gast) anwesend.
  • Drittens: Fragenstellungen und Herausforderungen waren vielfältig!
    Nach wie vor ist toll und vorzeigbar, wie die Anwesenden sich gegenseitig helfen und Fragen beantworten - darum auch für Neueinsteiger wertvoll.
  • Viertens: Sind Bilder, die man heutzutage machen kann, nicht ganz alltäglich und heben sich von früheren Berichterstattungen ab.

GT Nov2020

Für das anstehende Wintersemester hatte der Vorstand entschieden, im Hinblick auf Corona einige Veranstaltungen als Freiluft-Veranstaltungen zu planen. Damit ist man bewusst das Risiko eingegangen, sich einem (wesentlich weniger gefährlichen) Wetter-Risiko auszusetzen, was heute prompt eingetreten ist. Bis um 14 Uhr hatte der Regen zwar merklich nachgelassen - trotzdem fanden sich leider nur 4 Zuhörende beim Gallus-Brunnen auf dem Gallusplatz ein, um sich mit unserem Mitglied Walter Frei auf einen Rundgang zum Thema "Geschichten von St. Galler Familien" zu machen.

Der Referent hat dabei den zeitlichen Rahmen sehr weit gespannt - von Gallus bis zur Familie Hausmann, die bis vor wenigen Jahren noch die bekannte Apotheke in St.Gallen betrieben hatte: in der "Hecht-Apotheke" hatte 1897 Wilhelm Conrad Röntgen persönlich das erste Röntgengerät in der Schweiz installiert. Der Schwerpunkt lag aber auf 3 Personen bzw. Familien:

In der Hoffnung, dass doch noch weitere Zuhörer kommen würden, erzählte Walter Frei im leichten Nieselregen auf dem Gallusplatz über Gallus, seine umstrittene Herkunft (aus einem Kloster in den Vogesen oder doch aus Irland?) und sein Zerwürfnis mit Columban - siehe dazu auch das HLS.

Gallusplatz

Danach wurde ein Halt im Restaurant des Hotel Dom eingelegt, wo wir im Trockenen und bei einem Kaffee Details und Anekdoten zu der Familie von Watt, einschliesslich dem als Vadian besser bekannten Joachim von Watt hören konnten. Konrad von Watt (ca.1360-1403) ist der erste in St. Gallen nachgewiesen Vorfahr Vadians - er kam durch das Leinwandgewerbe in seine Ämter - fiel aber 1403 in der Schlacht bei der Vögelinsegg. Die Generationenfolge zu seinem Ururenkel Vadian kann im Geneal-Forum nachgelesen werden.

Ein kurzer Spaziergang führte uns dann vor das Haus "hinterm Turm" - gemeint ist das Haus hinter der Laurenzenkirche, wo Johannes Schlatter (1729-1813) 1761 sein "Spezereigeschäft" gegründet hatte. Neben Zucker, Gewürzen, Tabak, Hülsen- und Trockenfrüchten vertrieb er auch das neuartige Kolonialgut Kaffee ... die Firma Turm Kaffee existiert heute noch. Details zu den nächsten 3 Generationen (Hektor, 1766-1842 / Stephan, 1805-1880 / Theodor, 1847-1918) wurden dann wieder im Trockenen vorgetragen - in der Laurenzenkirche. Johannes (1729-1813) war mit Anna Barbara Zollikofer verheiratet - und wie bei Vadian über seine Tochter Dorothea, die mit Laurenz Zollikofer verheiratet war, spielte diese Familie auch wieder eine Rolle.

Rundgang SG  Laurenzenkirche 

Mit den Geschichten zur Familie Hausmann waren wir schliesslich im 20. Jahrhundert angekommen, um im 21. Jahrhundert wieder in den Nieselregen entlassen zu werden. Trotz aller Widrigkeiten hatten die 4 GHGO-Mitglieder, die gekommen waren, einen sehr unterhaltsamen Nachmittag: es sind eben diese "Geschichten" die aus "Ahnenforschung" eine "Familiengeschichtsforschung" machen.

Aufgekommen ist die Idee dazu zu Corona-Zeiten, nachdem mehrere Vortragsveranstaltungen und auch die Genealogie-Treffs abgesagt werden mussten. Dabei handelt es sich nicht um einen Chat im strengen Sinne (alle Teilnehmenden treffen sich gleichzeitig in einem Chatraum), sondern eher um eine Kombination aus Mailingliste und Forum. Das Ziel ist aber ähnlich: den Teilnehmenden eine Plattform zum "Pläuderle" zur Verfügung zu stellen.

So sollte in der Zeit von Versammlungsbeschränkungen den aktiven Vereinsmitgliedern die Möglichkeit geboten werden, die Kontakte nicht abbrechen zu lassen. Auf der anderen Seite soll es Vereinsmitgliedern, die z.B. wegen zu weiter Anreise nicht oder nur selten an unseren Veranstaltungen teilnehmen können, so ermöglicht werden, die GHGO näher kennenzulernen.

Um die Hemmschwelle für eine aktive Beteiligung am Chat möglichst niedrig zu halten, können nur GHGO-Mitglieder am GHGO-Chat teilnehmen. Nach einem Monat sind dies 31 Mitglieder, die sich zu 46 Themen 92 mal zu Wort gemeldet haben - am häufigsten zu:

top hashtags

In der Anfangsphase sind es noch verhältnismässig viele Antworten auf technische Fragen, um auch weniger stark computer-orientierten Mitgliedern den Einstieg zu erleichtern - dieser Anteil wird aber relativ gesehen sicher bald zurückgehen. Die aktuellen Zahlen findet man auf https://groups.io/g/ghgo-chat - um die Beiträge selbst lesen zu können, muss man allerdings angemeldetes GHGO-Mitglied sein.

 

Detektivarbeit in Bildarchiven
ein Hintergrund- und Erfahrungsbericht zum ETH-Corwdsourcing und FFA-Nachlass


Mit der Aussage "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" wurde zum Vortragsanlass ins M Restaurant im Hauptbahnhof St. Gallen eingeladen. Dieser Einladung folgte dann auch eine grössere Schar aus dem Mitgliederkreis, aber auch Gäste konnten willkommen geheissen werden. Weder die Fasnacht, noch das wunderschöne Wetter, konnte von einem Besuch der GHGO-Veranstaltung abhalten!

Detektivarbeit

Die knapp 20 Zuhörerinnen und Zuhörer folgten dann auch interessiert den Ausführungen von Toni Heer, der von seinen Erfahrungen im Rahmen verschiedener Projekte berichtete und aufzeigte, wie viele Details auf einer Foto erkannt werden können. Eindrücklich, welche Schlussfolgerungen eine genaue Betrachtung zulässt! Faszinierend, was die Detektivarbeit in Bildarchiven alles zum Vorschein bringen kann!

Der Crowdsourcing-Ansatz der ETHZ:

  • frei zugänglicher Bilderfundus (über 500'000 Bilder)
  • nutzbare Rückmeldeoption pro Bild
  • redaktionelle Koordination durch ETH-Bildarchiv
  • laufende Kommunikation (https://blogs.ethz.ch/crowdsourcing/)
  • funktionale Erweiterungen (bspw. Geo-Referenzierung)

Prinzip:

  • Nutzung des Wissens- und Erfahrungshintergrunds der Crowd
  • Anreicherung der Kontext-Informationen
  • konvergierende Faktenlage

Nicht nur die Zuhörerschaft war zufrieden mit dem Gebotenen, den interessanten Tipps und das Erkennen von Möglichkeiten - offenbar waren auch der Referent und der GHGO-Präsident nicht unglücklich:

Praesident+Referent

Interessante Links:
Bildarchiv ETHZ
Blogs ETH-Bildarchiv
Baugeschichtliches Archiv der Stadt Zürich
Georeferenzierung
SBB-Historic
SBB-Bildarchiv
Foto-CH
INSA
Swisstopo Zeitreise etc.

und dann gäbe es da noch Bahnprofil/Schienennetz als Arbeitsmittel:
Schienennetz Schweiz / Bahnprofil Schweiz CH+ von Hans G. Wägli

Wolf Seelentag, unser Vizepräsident, erinnerte an unseren Anlass vom 26. Januar 2019 in Kreuzlingen. Anschliessend an das Referat standen wir bei einer Stadtführung vor der Villa Windegg und sahen das vom Museum Rosenegg bekannte Bächler-Wappen. Die Recherche zeigte, dass die Bächler hier über mehrere Generationen eine Gerberei betrieben hatten.

Zum Vortrag begrüsste er den Referenten Arnold Bächler, der über seinen Grossvater, Höhlenforscher Emil Bächler, berichtete. Einige Fakten zu diesem weit über die Landesgrenzen bekannten Forscher finden sich selbstverständlich auch bei Wikipedia.

Emil Arnold Baechler

Emil + Arnold Bächler

Was aber an unserem Anlass geboten wurde, das war wesentlich mehr als das! Dr. med. Arnold Bächler berichtete über selber Erlebtes und über in der Familie Weitergegebenes. Entlang einer Bilderpräsentation machten die erzählten Erinnerungen angereichert mit Zitaten die Geschichte lebendig! Eine Entwicklung, die man auch allen Familiengeschichtsforschern wünscht!

Emil Baechler

Ein besonderes Erlebnis war der Humor des Referenten, der mit demjenigen seines Grossvaters sehr im Einklang wahrgenommen wurde. Die Bildergeschichte über Emil Bächler (1868-1950) startete mit Privatem und führte über das Wildkirchli, internationale Kontakte, das Drachenloch und den Naturschutz zur publizistischen Tätigkeit sowie Ehrungen und Diffamierungen.

Enkel Grossvater

Der attraktive Anlass im Naturmuseum St. Gallen ging viel zu schnell zu Ende - die Erinnerung wird länger anhalten, nicht nur, wenn man einen Höhlenbären sieht!

GHGO Naturmuseum