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Genealogie-Software

Genealogie-Software – und wie arbeite ich damit?
Bei CompGen (Verein Computergenealogie), wo wir auch Mitglied sind, gibt es aktuell über 150 Seiten, auf denen unterschiedlichste Genealogie-Software-Produkte vorgestellt sind. Darunter befindet sich auch das Programm «Ahnenforscher», das nach wie vor sehr viele Mitglieder der GHGO aktiv nutzen – und das auch unter Windows 11 noch läuft. Allerdings ist die Version 6.0.15 seit dem 01.05.2012 nicht mehr aktualisiert worden und auch die Webseite des Anbieters ist nicht mehr live! Diesen Umstand und weil deshalb immer wieder einzelne Forschende die Software wechseln, nehmen wir zum Anlass, um wieder einmal ein paar elementare Aussagen in Erinnerung zu rufen.

Software-Evaluation!
Wie wähle ich mir mein Genealogie-Programm aus? Ganz einfach: es soll meine Bedürfnisse abdecken und es soll benutzerfreundlich sein und ich sollte in meinem Umfeld Unterstützung erhalten, wenn ich Fragen habe und mich austauschen möchte!

Welche Software empfiehlt sich in der GHGO?
Aufgrund von Umfragen bei unseren Mitgliedern wissen wir, welche Software-Produkte verwendet werden. Dabei sind die Spitzenreiter (in alphabetischer Folge):

Dass wir für einen Neubeginn und für einen Wechsel nicht mehr «Ahnenforscher» empfehlen, versteht sich von selbst. Die anderen drei Produkte können wir mit gutem Gewissen empfehlen, da wir von den Nutzern keine negativen Rückmeldungen erhalten haben.

Wenn wir eine Rangliste machen müssen, dann macht wohl das Kriterium «Komplexität» am meisten Sinn – und dann sehen wir die zunehmende Komplexität, d.h. auch den Lernaufwand für die Nutzung in dieser Reihenfolge:

  1. Ahnenblatt
  2. Ages
  3. Heredis

Es versteht sich von selbst, dass die höchste Komplexität wohl am ehesten für alle Anforderungen eine Lösung bringt. Um diese Produkte kennenzulernen kann man diese mit nahezu vollständigem Leistungsumfang auch zum Testen herunterladen und installieren. In der Regel können dann nur bis maximal 50 Personen neu erfasst werden - Gedcom-Importe sind jedoch meistens möglich.

Worauf sollte ich achten?
Wir vertreten mehrheitlich die Meinung, dass die laufende Bewirtschaftung der erforschten Daten lokal auf einem Laptop (oder PC) stattfinden soll. Dies ohne irgendeine Einschränkung – d.h. auch alle Notizen und vertraulichen Informationen sollten an dem einen Ort gespeichert werden. Natürlich ist auch wichtig, dass regelmässig Datensicherungen erstellt und an einem sicheren Ort, möglichst in einem anderen Gebäude, aufbewahrt werden sollten. Auf diesem Gerät sollten auch das Betriebssystem und die anderen genutzten Software-Produkte aktuell gehalten werden!

Sollte ich meine Daten veröffentlichen?
Aber klar! Wir sollten dem Grundsatz folgen, dass erforschte Daten veröffentlicht werden sollen. Zumindest teilweise! Wir veröffentlichen keine Daten, die noch irgendeinem Datenschutz unterliegen und keine vertraulichen Daten. Ebenso veröffentlichen wir in der Regel auf nicht kommerziellen Datenbanken, bei denen es freien Zugriff gibt. So, dass andere Familiengeschichtsforscher unsere Daten finden können und uns auch Rückmeldungen machen können, wenn unsere Daten korrigiert oder ergänzt werden könnten.

Sollte ich daneben noch in irgendeiner Form publizieren?
In diesem Themenbereich kommt es auf die eigenen Bedürfnisse an – die klare Antwort heisst «je nachdem»! In einem Fall macht ein Buch Sinn und mit den heutigen Möglichkeiten von «Print on demand» muss auch nicht mehr eine grosse Vorfinanzierung gemacht werden. Im anderen Fall begeistert eine grosser Stammbaum-Print an einem Familientreffen. Darüber reden ist wichtig – insbesondere auch, um in der Familie für dieses Hobby zu begeistern und so allfällige «Amtsnachfolger» rekrutieren zu können.

Einige Schlussbemerkungen dazu:
An den Anlässen der GHGO können sich Mitglieder und Interessierte jeweils auch über diese Punkte unterhalten und austauschen. Sowohl an den monatlich wiederkehrenden Anlässen wie Genealogie-Treff (in St. Gallen-Winkeln) oder GHGO-Online (ZOOM-Sessions) wie auch an den übrigen Anlässen im Jahresprogramm bieten sich immer wieder Gelegenheiten dazu. Bei entsprechendem Bedarf schaffen wir zusätzliche Möglichkeiten und nutzen die heutige Technik – so haben wir seit kurzem eine WhatsApp-Gruppe «GHGO-Heredis» geschaffen. Und, was noch ganz besonders ist: wenn unsere Mitglieder danach fragen, dann führen wir auch produktspezifische Workshops durch!


Wieso arbeiten wir nicht mehr nur mit Karteikarten?
Ganz einfach: weil wir heute auch keine Stammbäume mehr zeichnen, sondern diese mit den erfassten Daten generieren lassen! Wir wählen eine Startperson aus und entscheiden wie viele Generationen Nachkommen wir in der Grafik zeigen möchten – oder wir wählen eine Startperson aus und entscheiden wie viele Generationen Vorfahren wir in der Grafik haben möchten. Und dasselbe funktioniert natürlich auch mit den unterschiedlichsten Listen und Auswertungen!


Einige Beispiele:

Lokale Datenbewirtschaftung am PC mit Heredis-2026

Kopie der lokal erfassten Daten auf dem SmartPhone mit der Heredis-App V. 26.1

Kopie der lokal erfassten Daten zugriffsgeschützt für die Familie auf Heredis-online
   O D E R
öffentliche Kopie der nicht vertraulichen und nicht schützenswerten Daten auf Heredis-online

Öffentlicher Datenexport der nicht vertraulichen und nicht schützenswerten Daten z.B. auf https://www.gedbas.de 

Ausschnitte der Forschungsdaten auf individuellen Webseiten oder in ausgewählten Blog-Beiträgen

    Quellen
    Wo finde ich was? Wir sind der Meinung, dass niemand von uns alle hilfreichen Quellen kennt. Es beginnt wohl mit den familieninternen Informationen und geht weiter mit den Kirchenbüchern und Bürgerregistern. Dann folgen Assekuranz-Bücher, Gerichtsbücher, Zeitungsberichte und vieles mehr! Pläne, Karten, Ansichtskarten und Veröffentlichungen Dritter gehören sicherlich auch dazu!

    Verarbeitung
    Die Mehrheitsmeinung ist, dass die Daten mit einem Genealogie-Programm lokal bewirtschaftet werden sollen und, dass der bewusst freigegebene Teil auf nicht kommerziellen Datenbanken ohne Mutationsrechte Dritter publiziert werden sollten. Nicht zu vergessen ist der genealogische Nachlass!

    Das Bundesarchiv zum Thema:
    Auf der Suche nach der eigenen Familiengeschichte