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Wer kann im Blog berichten?

Der Webmaster und die anderen Vorstandsmitglieder haben Zugriff, um Blog-Beiträge zu erfassen. Beiträge können aber von jedermann einem Vorstandsmitglied zugestellt werden!

Geneal-Forum

Auf den 7. Oktober 2017 hat die GHGO wieder einmal zu einem Aus- und Weiterbildungsanlass eingeladen. Thema war "Internet und Datenschutz (in der Familienforschung)". Behandelt wurde das ganze Thema am Beispiel der eigenen Forschungsresultate und mit speziellem Fokus auf die Veröffentlichung der erforschten Personen auf Online-Datenbanken.

Nach einer Klärung der Erwartungshaltungen und einem Ausflug zum publizierten Konzept "Genealogischer Nachlass" wurde der aktuelle Inhalt der externen und internen Webseiten der GHGO kurz überflogen. Damit war bewiesen, dass auf unseren Seiten keine genealogischen Daten publiziert werden. Deshalb erläuterte Wolf Seelentag die Möglichkeiten des Geneal-Forum und des Geneal-Tree mit überzeugenden Beispielen. Heinz Riedener präsentierte daraufhin die vielseitigen Funktionalitäten des Verein für Computergenealogie e.V. - kurz CompGen.

Mit einem Denkanstoss "Teile dein Wissen" und der Erinnerung an die Pflicht, dass Forschungsresultate - auch bei der Hilfswissenschaft Genealogie - veröffentlicht werden sollten, ging es für das 24-köpfige Seminarteam zur verdienten Mittagspause und dort zu angeregten, vielschichtigen Diskussionen.

Seminar-Teilnehmer

Nachmittags gab es einen Einstieg über Fragen des Datenschutzes bei Personendaten - die für Forschende ja bei der Recherche in Archiven und auf Zivilstandsämtern relevant sind. Aber nicht nur dort - natürlich auch bei der Veröffentlichung von Forschungsresultaten. Dazu gab es dann auch die Beispiele von Geneal-Tree und GEDBAS und die recht klare Meinung, dass nicht-kommerzielle Anbieter von entsprechenden Datenbanken zu bevorzugen sind. Genauso deutlich kam zum Ausdruck, dass die Daten lokal bewirtschaftet werden sollten und nur der Datenumfang "hochgeladen" werden sollte, der auch angezeigt werden soll.

Wie versprochen gab es keine Nötigung, dass jetzt alle sofort genau dasselbe machen sollten. Im Gegenteil - es folgte der Aufruf, dass sich die Seminar-Teilnehmer nun ihre eigene Meinung bilden sollten.

Als Dankeschön an die Organisatoren gab es zum Schluss sehr hilfreiche Rückmeldungen, was an zukünftigen Anlässen erwünscht wäre. Nicht erst dann konnten sich die Seminarleiter davon überzeugen, dass Aus- und Weiterbildung ein nachgefragtes Tätigkeitsfeld der GHGO ist und sein muss!

An der Hauptversammlung der GHGO vom 28. November 2015 wurde der Entschluss gefasst, dass die Thematik "was geschieht mit unseren Akten" in Bezug auf die Resultate der Familiengeschichtsforschung intensiv bearbeitet werden soll. Als Ziel wurde deklariert, dass eine Anleitung für die Mitglieder erarbeitet werden soll.

Nachlass ins Archiv

Während fast zwei Jahren wurde dieses Thema bearbeitet. Die Staats- und Landesarchive im Einzugsbereich der GHGO wurde kontaktiert. Bei den anderen genealogischen Organisationen in der Schweiz wurden vorhandene Lösungen hinterfragt. International wurden die Lösungen und Anleitungen für Forscherinnen und Forscher eruiert und betreffend Nutzbarkeit für die Schweiz überprüft. Schlussendlich wurde an der Hauptversammlung der GHGO vom 26. November 2016 das Vorliegen des ungeprüften Konzeptes kommuniziert. Gleichzeitig wurde aufgerufen, dass ein potenzieller Nachlass nach diesem Vorgehen an ein Archiv eingeliefert werden solle. Leider haben sich daraus aber trotz der verschiedenen Aufrufen keine sogenannten Testfälle ergeben.

An der Vorstands-Sitzung der GHGO vom 7. August 2017 wurde nun entschieden, dass das mit den Staats- und Landesarchiven vernehmlasste Konzept nun veröffentlicht werden soll. Hiermit wird dieses nun den Mitgliedern wie auch den Nichtmitgliedern zur freien Nutzung übergeben und das Projekt wird gleichzeitig abgeschlossen.

Bereits verraten sei, dass der Fokus in diesem Themenbereich nun stärker auf die Veröffentlichung von erforschten Daten in zugänglichen Datenbanken gelegt wird. Eine nächste Thematisierung wird am nächsten Ausbildungsanlass erfolgen. Die Einladung dazu erfolgt demnächst mittels Rundschreiben. Der Termin vom 7. Oktober 2017 darf bereits heute vorgemerkt werden.

Herzlichen Dank an alle Projekt- und Vereinsmitglieder, die während der Projektarbeit wesentliche Beiträge eingebracht haben!

Konzept "Genealogischer Nachlass" aufrufen

Anmerkung des Webmasters:
Die Familiengeschichtsforschung beschäftigt sich grösstenteils mit Vorfahren, die wir nie persönlich erleben durften. Familiengeschichtsforscher können sich aber durchaus auch an Geschichten über lebende Personen erfreuen - insbesondere, wenn man diese kennt! Ich nehme dies gerne zum Anlass eine Geschichtsschreibung der besonderen Art über unseren Kassier und seine Frau, Kurt und Ruth Zuckschwerdt hier zu veröffentlichen. Freut euch mit mir über diesen speziellen (Blog)Beitrag!

 

Man schreibt den Sommer 1942. Die Reben blühten recht spät, denn nach einem frostigen Mai gab es Ende Juni noch einmal einen kräftigen Kälteeinbruch.

Viktoria Spital in Bern mit einem herrlichen Blick auf die Altstadt und die schneebedeckten Berner Alpen. Unter den Neugeborenen gibt es ein Mädchen, das am 27. Juni 1942 um 08.20 Uhr geboren wurde und ein Bübchen, welches das Licht der Welt am 1.Juli 1942 um 17.45 Uhr erblickte. Wurden die Bettchen der beiden nebeneinander gelegt, bevor sie der Mutter zum Stillen gebracht wurden, beruhigten sich die Kleinen auf der Stelle. So schien Warten Spass zu machen. Es war als herrsche totale Harmonie zwischen den beiden. Für die Mütter und für die Schwestern war dies ein amüsanter Zufall.
Nun, vielleicht war es viel mehr als nur ein Zufall.

Das Mädchen und ich sind nun seit 53 Jahren glücklich verheiratet. Wir arbeiteten während fast fünf Jahren im Ausland und haben zusammen die Welt gesehn. Ob wir vielleicht schon damals träumten, jeder für sich, von unseren Reisen, die wir dann später als verheiratetes Paar in der ganzen Welt unternahmen? Keiner kann es uns sagen.

 

Geschichte des Viktoria Spitals Bern

Am 9. Juni 2017, dem internationalen Archivtag, fanden im Staatsarchiv Zürich (StAZH) verschiedene Anlässe statt. Unter dem Titel "Archive oo verbinden" startete das Programm mit einem Workshop/Crashkurs. Gefolgt von einer "Idea pitching" Session ging es dann über zu den Hacks, begleitet von parallel durchgeführten öffentlichen Vorträgen. Im Fokus war immer die Online-Nutzung von Daten und Informationen. Ein Thema interessanter als das andere, von der Nutzung von Open Data bis zur automatisierten Handschriftenerkennung. Kurzzusammenfassung: Höchst interessant, wie die Entwicklung der Online-Nutzung voranschreitet - es tun sich laufend mehr Chancen auf!

Tags darauf führte das StAZH einen Tag der offenen Tür durch. Thematische Führungen wie zum Beispiel zum "Workflow StAZH" wurden ergänzt mit Posten zu "Familienforschung" sowie "Karten und Pläne". Besucher kamen auf ihre Rechnung und konnten in Bereiche Einblick erhalten, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. Und das StAZH war auch an diesem Tag ein Besuch wert!

Wen wundert es da, wenn zufällig auch noch Nachschlagewerke in der Bibliothek gesehen wurden, die wohl eher in St. Gallen als in Zürich erwartet würden? Es hat übrigens auch solche, die zum Thurgau gehören!

 

170609 Gefunden im StAZH 001

Am Mittwochabend, 24. Mai 2017, besuchten Wolf Seelentag und Heinz Riedener den IGAL Forschertreff Bezirk Bludenz im Archiv Gemeindehaus Ludesch.

Nach einem Kennenlernen anlässlich des 68. Deutschen Genealogentages (30.09. - 02.10.2016) in Bregenz und verschiedenen punktuellen Kontakten zwischen unseren Organisationen wollten wir selber erleben, wie solche Forschertreffs ablaufen. Zusammen mit den Verantwortlichen vereinbarten wir unseren Besuch - und wir waren begeistert, was wir miterleben durften.

IGAL Forscherstammtisch Ludesch

Eine höchst interessierte Gruppe von IGAL-Mitgliedern und (Noch-)Nicht-Mitgliedern traf sich im Archiv in Ludesch. Anlässlich der Vorstellungsrunde erfuhren die Anwesenden bereits, wieso die Besucher zum Treff kamen. Ursula Simmerle, die Schriftführerin der IGAL, orientierte über die neue IGAL-Webseite und die Ablösung der bisherigen Personen-Stammblätter, in denen die Mitglieder ihre Interessen beschreiben konnten, durch eine neue, höher integrierte Lösung. Sie machte ebenfalls auf die verschiedenen interessanten Links und Werkzeuge aufmerksam. Danach starteten die verschiedenen gemeinsamen und bilateralen Diskussionen zu den existenten Anliegen. Ein lebendiger, interaktiver Abend, bei dem jede(r) auf seine Rechnung kam.

Und wieso interessieren sich zwei Vorstands-Mitglieder der GHGO für einen solchen Anlass? Die Frage ist sehr einfach zu beantworten! Wir wollen herausfinden, welche zusätzlichen Aktivitäten unser Angebot für die Mitglieder noch attraktiver machen könnten. Ein solcher Dialog bei GHGO-Treffen in kleinerem Kreis könnte auch Neulingen helfen, sich in der Forschergemeinde wohl zu fühlen. Um auch Nicht-Mitglieder auf solche Treffen aufmerksam zu machen, müssten allerdings noch Wege gefunden werden, Informationen zu solchen Treffen in der Öffentlichkeit zu verbreiten.

Vielen Dank an die Organisatoren des Treffs und, dass wir dabei sein durften!

Am 23. Mai 2017 trafen sich Adam Bischof, Yvonne Hausheer, Ernst Steingruber und Heinz Riedener in Frauenfeld zum Kaffee. Danach ging es gemeinsam ins Staatsarchiv Thurgau.

Adam machte uns mit den zuständigen Leuten bekannt und wir erhielten eine Einweisung, wie es in Frauenfeld funktioniert. Dann wurde gleich aktiv überprüft, ob wir das verstanden haben. Für das Spitalfriedhof-Projekt des Bürgerforschungsprojektes Basel-Stadt wurde eine Recherche gemacht und dabei gleich die Infrastruktur näher kennengelernt.

Besuch im StaTG

Beim anschliessenden gemeinsamen Mittagessen wurde die Zeit genutzt, um sich kreuz und quer über unser Hobby zu unterhalten. Ein gemütlicher Treff - von denen es wohl immer noch zu wenige gibt!

Die Eisheiligen hatten es dieses Jahr nicht eilig, sich aus der Ostschweiz zu verabschieden. Jedenfalls strich am traditionellen Frühlingsausflug der GHGO immer noch eine Bise durch die Gassen des Städtchens Bischofszell. Am Hauptbahnhof versammelten sich um 13h30 einige GHGO-Mitglieder zu einem kleinen Grüppchen, das allmählich anwuchs zu einer richtigen Touristengruppe. Im Entrée des Stadtmuseums wurde es schon fast eng um zwei Gruppen auseinander zu dividieren: In jene, für welche unser Säckelmeister den Eintritt bezahlen musste und in jene, die sich von einer Bank sponsern liessen.

Zuerst führte Frau A.M. Rückert durch das Museum und legte das Schwergewicht ihrer Erläuterungen auf die Geschichte, das Leben und die Funktion der - aus heutiger Sicht - recht sonderbaren Gesellschaft der Chorherren. Anschliessend zeigte Frau E. Stark uns das Städtchen, wobei sie besonders auf das oft tragische Leben von Frauen verschiedener Gesellschaftsschichten einging. Da war es manchmal nicht mehr die Bise, die einen kalt erschaudern liess. Ein wenig, leider viel zu kurz, konnten wir uns zum Schluss in einem Café wieder aufwärmen.

Modell Rosenstadt Bischofszell   Schicksal Buergerheimleiterin

Stadtkirche mit Kapelle 

Krumme Bruecke

 

Am 6. Mai 2017 fand im Restaurant "Zum Isaak" am Münsterplatz in Basel die diesjährige SGFF Hauptversammlung statt. Neben anderen Geschäften war das Präsidentenamt der Schweizerischen Gesellschaft für Familienforschung neu zu besetzen. Kurt Münger, Aktuar der GHGO, war nominiert und wurde einstimmig gewählt! Herzliche Gratulation an Kurt - und hoffentlich bleibt noch genügend Kapazität für die GHGO verfügbar.

Ich nutzte die Gelegenheit, meinem Vorstands-Kollegen ein paar Fragen zu stellen und bedanke mich recht herzlich fürs Red und Antwort stehen!


Kurt MuengerHerzliche Gratulation zu deiner Wahl in dieses Amt. Was war für dich ausschlaggebend, dass du dieser Wahl zugestimmt hast?

Besten Dank. Meine Vorgängerin in diesem Amt hat mich im Nachgang zum 68. Deutschen Genealogentag 2016 in Bregenz angefragt, ob ich mich als Kandidat zur Verfügung stelle. Ich habe mir zwei Wochen Bedenkzeit genommen, bevor ich zugesagt habe. Grundsätzlich habe ich eine Affinität zu neuen Herausforderungen.

Die «SGFF» suggeriert vom Namen her, dass es eine schweizweite Organisation ist – es ist aber kein Dachverband! Braucht es da Veränderung?

Einen Dachverband allein um des Dachverbandes Willen braucht es nach meinem Dafürhalten nicht. Wir leben heute im Internetzeitalter. Dieses bietet neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit, welche auf einem Netzwerk basieren. Hier nimmt jede Organisation eine Rolle ein, die ihren Möglichkeiten entspricht. SGFF sieht sich primär in einer Mittlerrolle, welche bei grösseren Projekten zum Tragen kommt. Sie vertritt zudem Interessen dieses Fachgebietes auf nationaler Ebene.

Zu «Bewährtem» soll man Sorge tragen – trotzdem kann man immer besser werden. Die SGFF auch? Wie?

Genau so sehe ich das auch. Ein Weg dazu ist die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse. Eine angemessene Dokumentation ist dort berechtigt, wo das Rad erfahrungsgemäss immer wieder von neuem erfunden wird. Benchmarking ist eine weitere bewährte Möglichkeit, die eigene Organisation zu verbessern. Diese basiert auf einem Erfahrungsaustausch mit Partnerorganisationen.

Gibt es für dich in deinem ersten Präsidialjahr bereits eine Hitliste mit den drei wichtigsten Anliegen für dich als Präsident der SGFF?

Entscheidend ist eine gute Zusammenarbeit im Vorstand. Dies ist das wichtigste Anliegen, das ich momentan nennen möchte, bevor dieser in der neuen Zusammensetzung überhaupt je einmal getagt hat.

 

 

Vor zwei Jahren hatte Pascal Sidler unter dem Titel Revolution im Toggenburg darüber berichtet, wie sich die Situation im Toggenburg zwischen 1795 und 1798 entwickelte. Heute, im zweiten Teil der "Fortsetzungsgeschichte", stellte er die Zeit der Helvetik (1798-1803) vor. Um diese verstehen zu können, wurde die Vorgeschichte nochmals kurz zusammengefasst. Religiöse Fragen waren hier sehr wichtig: das Toggenburg stand zwar unter der Hoheit des Fürstabtes, es gab aber auch rein reformierte sowie gemischt-konfessionelle Gemeinden. Im Rahmen der Protoindustrialisierung (Entwicklung der Heimindustrie, v.a. im Textilbereich) hatten es einige reformierte Familien zu Vermögen gebracht, ohne jedoch zu politischem Einfluss zu gelangen.

Dass die Zeit während dieses GHGO-Vortrages so schnell verflogen ist, das lag sicherlich nicht nur am Thema sondern schwergewicht am Referenten! Dr. Jakob Kuratli (Stellvertretender Leiter des Stiftsarchivs) erläuterte zuerst, was das Stiftsarchiv ist und brachte auch gleich die Begründung, wieso der Stiftsbezirk St.Gallen UNESCO-Weltkulturerbe ist.

Jakob Kuratli Stiftsarchiv

Dann kam die Ernüchterung in seiner Aussage:

  • wir haben keine genealogische Quellen
  • aber Namenslisten

Lieber Wolf

 

Am Anlass vom 18. Februar 2017 durfte dir unser Präsident im Hinblick auf deinen heutigen Geburtstag ein kleines Präsent überreichen. Dies, obwohl du ja klar deklariert hast, dass du nichts dafür kannst, dass du heute Geburtstag hast!

Heute nutzen wir aber die Gelegenheit, dir ganz herzlich zu deinem runden und somit speziellen Geburstag zu gratulieren! Wir wünschen dir alles, alles Gute und freuen uns auf die sicherlich weiterhin attraktive Zusammenarbeit mit dir!

Herzliche Glückwünsche
Vorstand der GHGO

wolf seelentag gratulation

Vor diesem Hintergrund

Vom Kirchenbuch zum Familienbuch

michael steuerbegann Michael Steuer seinen Vortrag in der Aula des St. Galler Tagblatt zum Thema "Vier unvollendete Familienbücher". Nach einer kurzen Vorstellung und seiner Definition von "autodidaktischer Erfahrungstheoretiker" führte er höchst lebendig und spannend durch sein Thema. Mit seinen Schilderungen zum Entstehen der Ortfamilienbücher von Wittenbach SG, Hüttwilen TG, Mühlruti SG und Lütisburg SG faszinierte er die Zuhörerschaft, die sich wohl zu grossen Teilen mit verschiedensten Erlebnissen auch an eigene Schritte und Fortschritte erinnern konnte.

Ein Hauptteil war dann auch die Schilderung "Entstehungsweg eines Familienbuches" entlang den Themenbereichen
- Grundsatzentscheidung
- Datensammlung
- Datenpuzzle
- Datenausgabe

Sauber strukturiert berichtete der Referent über all die Gedanken und Schritte, die vor Beginn der Arbeit gemacht werden sollten - aber auch die Tücken während der Arbeit. Wertvoll waren auch die transparent gemachten Lehren während seiner Arbeit an den Familienbüchern. Eindrücklich die Darlegung der Komplexität solcher Arbeiten.

Um der Frage vorzugreifen:
All die wertvollen und höchst interessanten Ausführungen kann man nicht in einem Blog wiedergeben! Ja, man hätte die Veranstaltung wohl in einem Video festhalten müssen, damit man dieses Referat zukünftigen Anfängern als "Pflichtlektüre" vor dem Beginn ihrer Forschungstätigkeit hätte zugänglich machen können. So musste man halt dabei sein und den Anlass vor Ort erleben. Wer weiss, ob der Referent nicht wieder einmal - aber dann wohl zu einem anderen Thema - im Rahmen der GHGO-Aktivitäten erlebt werden kann ...

 

Unvollendete Familienbuecher

War es am Anfang des mit aktiven Diskussionen angereicherten Vortrages von Heinz Riedener noch eine Wahlmöglichkeit zwischen

  • Genealogischer Nachlass - eine Eigenverantwortung?
  • Genealogischer Nachlass - eine Eigenverantwortung!,

dann waren sich die Teilnehmer aus eigenen Kreisen wie auch die Gäste wohl einig. Es ist nicht nur eine Eigenverantwortung sondern in den meisten Fällen auch Handlungsbedarf identifiziert!

In einem Mix von Informationen, wie es zu diesem GHGO-Projekt gekommen ist und Erläuterungen zum Vorgehen wie auch Schlussfolgerungen aufgrund der sachlichen Betrachtung wurde die Zeit von der "Auftragserteilung" an der HV 2015 der GHGO bis zum heutigen Tag beleuchtet.

Genealogischer Nachlass Diskussion

Es ist nicht nur die Frage des WIE, wenn man die Verantwortung für den genealogischen Nachlass betrachtet. Es ist auch die Frage, wozu man JA sagen kann. Auf jeden Fall ist es aber in den allermeisten Fällen Zeit für Veränderung.

Auch wenn Heinz Riedener keine guten Gründe gegen die Lösung

  • erforschte Personendaten in einer geeigneten Online-Datenbank publizieren
  • die Familiengeschichte mit Abbildung und weiteren Informationen (wie auch Personenlisten) in Form eines Buches publizieren

findet, so hat er doch volles Verständnis, wenn nicht alle diesen Schritt machen wollen. Oder wenn noch nicht alle heute diesen Schritt machen wollen. Gegen die Chancen, die eine Publikation mit sich bringt, kamen auf jeden Fall keine Gegenvorschläge oder andere Meinungen auf.

Abschliessend kann durchaus von einer Zustimmung zum weiteren Vorgehen gesprochen werden. Für die Identifikation eines Testfalles für die Ablieferung eines genealogischen Nachlasses an ein Staatsarchiv muss aber wohl nochmals ein Aufruf an die Mitglieder der GHGO erfolgen.

Damit sich potentielle zukünftige Mitglieder überhaupt überlegen können, ob eine Mitgliedschaft in der GHGO für sie infrage käme, müssen sie natürlich erst einmal wissen, dass es die GHGO gibt. Publikationen verschiedenster Art können diese Information verbreiten - darunter Artikel in Zeitungen oder Zeitschriften.

Da ist es ein Glücksfall, wenn von einem verbreiteten Organ wie dem Migros-Magazin angefragt wird, ob man für ein Interview zur Familienforschung zur Verfügung stehen würde. Gesucht wurden drei Personen mit entsprechenden Interessen aus den Altersgruppen "U30", Ü30" und "Ü60" (die letzte Gruppe höflich als "erfahrene Familienforscher" bezeichnet). Natürlich habe ich zugesagt. Das Ergebnis kann nachgelesen werden unter MIGROSMAGAZIN.ch.

Ist es schwierig einen Blog über einen Anlass zu schreiben, an dem man nicht teilgenommen hat? Nein, überhaupt nicht, wenn man den Protokoll-Entwurf erhält und dann wiedergeben kann, was man daraus wahrnimmt. Das muss nicht zwingend die Wahrheit sein -

Der Kaltbrunner Zeichner Ferdinand Arnold Brader (1833-1901) verdiente sich nach seiner Auswanderung in die USA (um 1873) bis 1895 seinen Lebensunterhalt indem er in den Staaten Ohio und Pennsylvania von Farm zu Farm zog und für Kost und Logie sowie ein kleines Entgelt die Farmen aus der Vogelperspektive zeichnete. Da er diese Zeichnungen numerierte, ist bekannt, dass er etwa 1'000 von ihnen anfertigte: 225 davon sind heute noch bekannt und ein Grossteil wurde in einer Ausstellung in Ohio der Öffentlichkeit vorgestellt. Für diese Ausstellung wurde seinerzeit der Familiengeschichte der Brader von Kaltbrunn nachgegangen und diese auch bei der GHGO vorgestellt. Nun kann eine der Originalzeichnungen im Staatsarchiv St.Gallen betrachtet werden: David Stuckey (Bildmitte) hat sie von Zug nach St.Gallen gebracht; Benno Hägeli (rechts) und Wolf Seelentag (links)

Brader Originalzeichnung wurde nach StGallen gebracht

haben dazu eine Vitrinenausstellung

Mit dem Besuch dieser Ausstellung in der Stiftsbibliothek St. Gallen am 29. Oktober 2016 hat die GHGO ihr Jahresprogramm 2016/2017 gestartet. Ausnahmsweise als «geschlossene Gesellschaft» für Mitglieder - ganz einfach, weil die Gruppengrösse für die Führungen limitiert war.

Stiftsbibliothek StGallen Barockraum

Gestartet wurde der Anlass mit einem Rundgang durch die Stiftsbibliothek. Carmen Baggio faszinierte dabei die Teilnehmerschar einerseits mit den Ausstellungsstücken, auf die sie einging; andererseits aber ebenso mit ihrem fundierten Wissen darüber. Viel zu schnell ging die Zeit vorbei. Da wäre ja noch so Vieles an interessanten Ausstellungsstücken und dazugehörenden Geschichten gewesen ... und die Teilnehmer hätten ja die Stunde der Umstellung auf Winterzeit zusätzlich investieren können!

Vom 30. September bis 2. Oktober 2016 fand in Bregenz der wohl wichtigste Anlass der deutschsprachigen Genealogen statt. Die Werkstattbühne des Festspielhauses berherbergte den Veranstalter, die Deutsche Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände e.V. (DAGV). Organisator des Anlasses war die Interessengemeinschaft Ahnenforscher Ländle, der Landesverein für Familienforschung in Vorarlberg. Ein attraktives Angebot an Ausstellern und ihren Produkten wie auch an Vorträgen luden Genealoginnen und Genealogen sowie Interessierte ein, dem Motto "Am See forschen - den See erleben" und der Einladung zu folgen, was dann auch einige hundert Besucher machten.

Der "Tag der offenen Tür" zur Familienforschung im Stadtarchiv der Ortsbürgergemeinde St.Gallen und mit Mitarbeiter(inne)n von dort war lange vorbereitet worden. Ziel war es, an Familienforschung interessierten Besucherinnen und Besuchern die im Stadtarchiv zur Verfügung stehenden Quellen näher zu bringen. Die alten Familien der Stadt St.Gallen standen dabei im Vordergrund: die gedruckten Bürgerbücher (1829-2000) lagen im Ausstellungssaal der Vadiana (in der Notkerstrasse) auf, die handgeschriebenen Bürgerregister im ehemaligen Lesesaal - dort konnten also Familien teilweise bis in das 15. Jahrhundert zurückverfolgt werden.

Stadtarchiv Vadiana 1

Büchner, Lenin, Maggi, Muralt, Orelli, Pestalozzi und Wagner:
Die ersten dieses Namens kamen nicht der Schönheit Zürichs wegen. Sie waren Verfolgte, die ihre Heimat verlassen mussten.

Gelegentlich öffnen Staatsarchive ihre Kellertüren und gewähren interessierten Besuchern Einblick in auserlesene Schätze. Im vierten Kellergeschoss präsentierte uns Dr. Karin Huser, Zürich, am 7. Juni 2016 ausgewählte Dokumente aus den letzten fünf Jahrhunderten zum Themenkreis "Flüchtlinge und Zürich".

Giuseppe Mazzini

Giuseppe Mazzini
(*22.06.1805, +10.03.1872)
italienischer Freiheitskämpfer
Asylgesuch abgewiesen